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  • Rainer Stärk

Die Schlange und das vermeintliche Nugget

Ein sonniger Tag wie aus dem Bilderbuch !

Der Wasserstand war immer noch außergewöhnlich niedrig, so dass wir an einer Stelle waschen konnten, die sonst nicht so zugänglich ist. Dort hatte ich schon beim letzten Kurs recht viele schöne Flitter gefunden. Doch bei meinen Gästen lief es ziemlich zäh an. Eine Dame hatte noch nichts gefunden und war gerade beim Auswaschen der Pfanne. Dazu bemerkte Sie:" Ich finde wieder kein Gold". Nach kurzem Blick in die Pfanne antwortete ich ihr: "Warum nehmen Sie nicht die drei Flitter da oben links?" Erfreut und überrascht meinte Sie: "Da muss man erst einmal den Blick dafür bekommen". Diesen Satz hörte ich an diesem Tag übrigens noch einmal genauso.

Für Aufregung sorgte zunächst eine Schlange, die sich plötzlich vom Ufer aus in unsere Richtung bewegte. Einer meiner Gäste kannte sich offenbar aus und gab gleich Entwarnung: "Das ist eine Ringelnatter. Die ist zwar giftig, die tut aber nichts" Logisch, dass ich da ein schönes Bild on ihr schießen wollte, bevor sie vor uns flüchtete. Doch was war das? Ich hatte gerade das Bild gemacht, als die Schlange sich umdrehte und in meine Richtung schwamm. Von wegen Schlange flüchtet... ! Ich ging einen Schritt zurück, worauf die Natter wieder ihre ursprüngliche Richtung wieder aufnahm. Sicher Zufall. Also, ich nochmals hinterher um ein Bild zu machen, worauf sich die Schlange wieder mir zuwandte und auf mich zuschwamm. Ich bin jetzt kein Häschen, aber ich musste den Rückzug antreten, denn die Schlange vefolgte mich so lange, bis ich auf dem Kieshügel stand. Eigenartig!?

Dann fand einer meiner Gäste ein richtig goldglänzendes Nugget... oder doch nicht? Jedenfalls hatte es nicht den stumpfen Glanz von Pyrit. Ich war wirklich unschlüssig. Dann erinnerte ich mich daran, dass ich schon seit zwei jahren ein Mini-Mikroskop unbenutzt dabei habe. Dieses tat seine Arbeit wirklich erstaunlich gut. Leider konnte man nun erkennen, dass es Pyrit war. Der Finder war dennoch glücklich über seinen glänzenden Fund. Und beeindruckt vom winzigen Mikroskop, mit dem er sogar die Poren der Pfanne sehen konnte.

Danach wurde erstmal gemütlich gegrillt. Meist unterhalte ich meine Gäste währenddessen mit Geschichten übers Goldwaschen. Aber diesmal wurde ich mit spannenden Geschichten unterhalten, denn ich hatte lauter interessante Leute dabei, die einiges zu erzählen hatten.

Danach machten wir noch einen kurzen Versuch mit der Schleuse, leider war die Ausbeute mäßig. So machten wir noch einen gemütlichen Abschluss an der vorigen Stelle.

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